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Flo
Scheimpflug
Titel: “ÜBERflüssig” 2026
Biografie: Was hat ein analog gestaltetes Bild einem
digitalen voraus? Diese Frage stellt sich mir immer wieder
angesichts der allgegenwärtigen digitalen Bilderflut, die unsere Wahrnehmung
ebenso prägt wie unser Weltverständnis. Lässt sich zwischen dem Analogen und
dem Digitalen eine Brücke schlagen? In dieser Arbeit aus der Superflux-Serie
(von lateinisch: superfluus = überflüssig) verwende ich einerseits Holzstücke,
die ich an unterschiedlichen Orten in Hallein gefunden habe, andererseits
Rückstände und Überbleibsel aus meinem eigenen Malprozess. Streng genommen
handelt es sich dabei um Abfälle – Dinge, die keinen Nutzen mehr zu haben
scheinen, weil sie aus ihrem ursprünglichen Kreislauf ausgeschieden sind. Am Medium Holz interessiert mich vor allem
seine Fähigkeit, Spuren aufzunehmen: physische Einschreibungen aus anderen
Zusammenhängen, Erinnerungen, die im Material gespeichert bleiben. In den Arbeiten der Superflux-Serie
überführe ich diese Materialien in den Kontext des Bildhaften. Sie erhalten
eine neue Bestimmung, während die Spuren ihres bisherigen Lebens –
Beschriftungen, Farbreste, Verwitterung – oft unverändert erhalten bleiben und
zu aktiven Elementen der Darstellung werden. Meine Arbeitsweise verläuft in mehreren Etappen. Der erste Schritt ist ein „archäologischer“: das Finden. Im zweiten, dem „chirurgischen“, werden die Holzstücke geschnitten, zerlegt. Der dritte Schritt ist das neu Assemblieren der Einzelteile.
Ein Bild, das aufgrund eines Fehlers („Glitch“) nicht zeigt, was es zeigen soll, und Materialien oder Gegenstände, die nicht mehr das tun, wofür sie gedacht waren – diese beiden verwandten Momente treten in den Arbeiten der Superflux-Serie in Dialog miteinander und beantworten die Frage, wie das Digitale und das Analoge miteinander verwoben werden können. Weitere Arbeiten: @flo_scheimpflug
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