Christa Kempf
magicon  -  September  2017
 
Titel: Wort-Körper
Technik:
Analoge Farbfotografie mit Lochkamera, Lambdaprint auf Alu-Dibond, Parrafin/Wachsguss, Plexiglas

 Beschreibung: Wort-Körper richtet plastisch und fotografisch den Blick auf Lippen und Mund, welche gemeinsam als Wort formender und sinnlicher Körperteil eine vielschichtige Dimension besitzt. Die Lippen sprechen und drücken aus, auch ohne verbale Sprache, sind immer kommunizierend. Sie fühlen sich „in die Welt“ und zeigen Ihren Ausdruck. Sie verzaubern durch ihren Anblick und können im nächsten Augenblick alle Verzauberung auflösen. Unser Blick in das Gegenüber des Anderen lässt uns lesen, in nur kurzen Zeitsequenzen erhalten wir einen Eindruck, machen uns ein gefühltes Bild und können „hineinsehen“; das Spiel mit den Lippen, die vielen kleinen Bewegungen im Gesicht geben uns Orientierung, lassen uns den anderen erleben, begreifen und fassen. Analoge Kommunikation kann man es nennen, die Anwesenheit des Anderen, seine Körperlichkeit, die unzählbaren Bewegungen in ihrer Ganzheit. Was bringt uns in Verbindung? Was lässt uns den anderen in seinem Sein begreifen? Das Gehörte, das Gesehene? Wort-Körper – geformtes, in Wachs gegossenes Gefühltes – unzählige alltägliche, vergängliche Betrachtungen.

Biografie: Christa Kempf, geboren in Salzburg, besuchte die Fachschule für Bildhauerei in Hallein/Salzburg, studierte anschließend Bildhauerei an der Kunstuniversität in Linz/OÖ (Diplom 1990). 1983 und 1984 (mittels Stipendium) besuchte sie die Sommerakademie für bildende Kunst in Salzburg. Sie erhielt Auslandsstipendien für Bosa/Sardinien, Tenno/Italien, Paliano/Italien, Berlin, vom Land Salzburg. 2011 erhielt sie ein Auslandsstipendium für Beijing, vom Salzamt Linz und 2013 einen vier-monatigen Arbeitsaufenthalt an der Cité International des Arts/Paris, vom Land Salzburg. 2016 war sie wieder an der Cité International des Arts. Christa Kempf hat an zahlreichen Ausstellungen teilgenommen, zuletzt an der Kunstmesse „Linzer Kunstsalon“ durch die Galerie Maerz und 2016 an der Ausstellung „Subtile Einblicke – Festungsfotografien in 125 Jahren“ an der Festung Hohensalzburg.

Ihre analogen Farbfotografien, mit einer selbstgebauten Lochkamera hergestellt, zeigen themenspezifische Bildkompositionen – Skulptur, Objekt, urbaner Raum und Landschaften.

Sie lebt und arbeitet in Puchenau/OÖ.