iustismus
iustus (lat. = gerecht, richtig)

Wirtschaftssystem
- anstelle von Kapitalismus und Kommunismus

Feststellungen und Antworten zur Weltwirtschaftskrise 2008

 

 






 

 

Grundlegende Feststellungen

Das "Tschernobyl der Wall Street" hat einen GAU in der Geldwirtschaft ausgelöst, der zur Weltwirtschaftskrise angewachsen ist.

Grundlegende Wirtschaftsfragen sind plötzlich brandaktuell und nur wenige kennen sich wirklich aus.
Fachbegriffe tauchen auf, die zuvor nicht allgemein bekannt waren, und einiges über die Ursachen der Krise ableiten lassen. Liquidität, Hedgefonds, Realwirtschaft, Geldindustrie, Derivate, Swaps, Bullenmarkt, usw.

Die Begriffe Realwirtschaft und Geldindustrie zeigen deutlich, dass einiges falsch läuft. 

Das Wort Realwirtschaft lässt an Irrealwirtschaft oder Scheinwirtschaft denken, und damit ist die bestehende Finanzwirtschaft exakt definiert und gleichzeitig demaskiert.

Auch die Bezeichnung Geldindustrie zeigt deutlich Fehler in unserer bestehenden Geldrechtsverfassung auf. Das Wort Geldindustrie vermittelt den Eindruck Geld sei eine Ware mit Eigenwert. Genau das ist aber der Systemfehler, Geld hat keinen Eigenwert, es ist keine Ware. Geld ist eine öffentlich rechtliche "Einrichtung", vor über 2000 Jahren erfunden, um das Wirtschaften zu erleichtern. Geld hat die Funktion, Leistungen und Werte zu tauschen, zu speichern und transportieren zu können.

Nicht die Habgier von Bankern, Managern und Geldanlegern ist schuld an der Finanzkrise, es sind die "Spielregeln" der Handhabung, das Geldrecht. Menschen die über sehr viel Geld verfügen, können ganz legal, auf Kosten aller arbeitenden Menschen, Geld manipulieren und die Weltwirtschaft ruinieren.

Istzustand

Unsere moderne Wirtschaft funktioniert nur mit Geld, sie ist davon existentiell abhängig.
Die Weltwirtschaft ist im "Würgegriff" der Geldwirtschaft.
Geld wird als Ware betrachtet und als solche ist es Privatbesitz.
Jeder kann sein Geld zurückhalten und es der Wirtschaft entziehen.
Aus Geld wird Geld gemacht, Geld "vermehrt sich" auf Kosten aller Arbeitenden.
Die Reichen werden immer reicher und Armut nimmt zu.
Ziel des Wirtschaftens ist die maximale Rendite.
Zinsen halten das Geld im Umlauf.
Die vorhandene Geldmenge stimmt meist nicht mit dem aktuellen Wirtschaftsvolumen überein.
Von der Geldwirtschaft wird jedem Arbeitenden eine große Menge seines Arbeitsertrages weggenommen.
Einen großer Teil der Steuereinnahmen verwenden Staaten für den Schuldendienst.
Fast alle Staaten sind bei der Geldwirtschaft verschuldet.
Im Kaufpreis jeder Ware und jeder Dienstleistung sind Kosten für Zinsrückzahlungen versteckt.
Arbeitsloses Einkommen ist legal.
 

Sollzustand

Recht auf vollen Arbeitsertrag ist garantiert.
Arbeitsloses Einkommen ist unmöglich.
Geld hat keinen Eigenwert, es ist Tauschmittel (Gutschrift) für Dienstleistungen und Produkte.
Für die Wirtschaft ist immer genug Geld vorhanden. Geldmenge wird dem Wirtschaftsvolumen konsequent angepasst.
Zurückhalten von Geld ist sehr kostspielig und dadurch unattraktiv.
Gespartes Geld ist als "Spareinlage" bei den Geschäftsbanken, diese stellen es der Wirtschaft "günstig" zur Verfügung.




notwendige Korrekturen

Geldmenge an Wirtschaftsvolumen anpassen
Umlauf des Geldes sichern




Mag. Helmuth Anton Hickmann
7. 11. 2008